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Mitteilungen der Liedertafel Limmer
Ausgabe 1 / 2021
Ausgabe
4 / 19
Tenor
Hier erhaltet Ihr nun die Ausgabe 1/2021 der Liedertafel-Limmer Mitteilungen. Die letzte Ausgabe war als „weihnachtliche Pandemie- Ausgabe“ gekennzeichnet und fasste die Nummern 3 und 4 des Jahres 2020 zusammen. Zu dem Zeitpunkt waren wir fest überzeugt, dass wir in diesem Jahr 2021 wieder zum „Normalbetrieb“ in unserem Chorgeschehen übergehen könnten. Aber weit gefehlt: die Pandemie hält uns noch fest im Griff, und vielleicht fester als je zuvor. An Probenabende ist vorläufig nicht zu denken. Wie es weiter geht, weiß niemand. Umso erfreulicher, dass Hildegard Deppe unser vergangenes LL-Chor-Jahr in ihrer besonderen Weise wieder beleuchtet und uns vieles in Erinnerung hält und unsere Gemeinschaft so wirkungsvoll fördert. An ihren schönen Vortrag bei der Weihnachtsfeier 2019 erinnern wir uns gern. Im Dezember 2020 mussten wir nun wegen der ausgefallenen Weihnachtsfeier auf ihren Vortrag verzichten, deshalb freue ich mich besonders, dass Hildegard sich wieder an die Arbeit gemacht hat und wir ihren Jahresrückblick 2020 Euch nun gedruckt zur Verfügung stellen können. Obwohl das Mitteilungsblatt immer nur in loser Folge erscheinen sollte, hatte sich ein vierteljährlicher Takt eingestellt. Ob es dabei bleiben kann, muss sich herausstellen, deshalb meine Bitte: hebt das aktuelle Blatt mindestens bis zur nächsten Ausgabe auf !
hms



Hildegard Deppe bei Ihrem Vortrag zur Weihnachtsfeier 2019


Einen Blumenstrauß als Dankeschön !



Jahresrückblick 2020
Ich frag mich heut, warum soll ich denn dichten,
es gibt doch gar nichts zu berichten.
Von all den Plänen, die wir hatten,
ist nur geblieben ein blasser Schatten!
Eigentlich fing das Jahr noch ganz gut an.
Der Karneval – wie immer – wieder sehr lustig begann.
Wir konnten fröhlich singen, den Alkohol mit Freuden genießen
Und die prächtigen Kostüme bestaunen, die sich alle einfallen ließen,
die Chorproben verliefen noch völlig normal,
bis zum März konnten wir proben mit gewohnter Anzahl.
Neue Lieder standen auf dem Plan, sie mussten gelingen,
wir waren konzentriert dabei und hatten Freude beim Singen!
Doch dann – auf einmal – war all das Schöne vorbei,
durch die ganze Welt ertönte ein entsetzlicher Aufschrei!
CORONA, so heißt diese schreckliche Pandemie,
so eine fürchterliche Seuche erlebten wir alle bis dato noch nie.
Ein Impfstoff steht deshalb auch gar nicht bereit
und die Menschen, die betroffen, erfuhren sehr großes Leid !
COVID-19, dieses Virus, hat die Welt in der Hand,
es infiziert alle Länder, es ist außer Rand und Band.
Vorbei war’s mit dem Singen, doch das war es ja nicht allein,
ein „Lockdown“, von der Regierung beschlossen, sperrte uns alle nun ein.
Kein Konzert, kein Theater, kein Kino und noch vieles mehr,
keine Arbeit, keine Schule kein Restaurant-Besuch, das war nicht fair!
Kein Treffen mit Freunden, kein Besuch im Pflegeheim,
auch bei den Menschen im Krankenhaus durfte kein Besuch mehr rein.
Kinder konnten draußen nicht mehr spielen, hatten auch sonst keinen Kontakt,
dass sie später noch darunter leiden, ist voraussehbar und ein Fakt.
Doch so allmählich fiel die Inzidenz-Zahl und wir wurden wieder fast frei,
jedoch das Allerschönste war, es ging wieder los mit der Singerei!!!
Natürlich war das Singen noch verboten in einem geschlossenen Raum,
doch was sich uns anbot, war schöner noch als mancher Traum.
Sänger Walter Rathmann vom Gestorfer Chor
bot uns seinen Fuhrpark-Unterstand an,
und kein Ende in Sicht, deshalb viele von uns traurig in die Zukunft sehen.
Natürlich hatten wir alle in diesem Jahr Geburtstag, manche sogar einen runden,
wir konnten leider nicht zusammen feiern, dank Corona hat dies alles nicht stattgefunden.
Am 15.9. war es für Sigrun so weit,
ebenso am 26.10. für Erika und am 19.11. für meine Wenigkeit,
wir drei wurden 80 Jahre alt,
das hat uns auch gefreut.
Das Glück, so alt zu werden, ist zwar kein Verdienst, aber doch wirklich schön
Wenn die Restlaufzeit einigermaßen gut wird, können wir voller Erwartung in die Zukunft geh‘n.
Sogenannte „Halbrunde“ hat es 2020 auch noch gegeben,
Terri machte am 13.6. den Anfang, 75 Jahre steht sie nun im Leben,
genauso alt ist Elke am 27.8. geworden,
und Christa Kuhlmann kann sich am 21.12. mit 85 Jahren einnorden.
Als förderndes Mitglied gehört mit jungen 60 Jahren Thomas‘ Frau Dagmar dazu,
ebenso wie Ilona Laumen, 70 Jahre, und Uschi Stucke, 85 Jahre, ihnen
gelten unsere Glückwünsche und habt ganz lange noch ‘nen vollen Akku!
Leider sind in diesem Jahr unsere geplanten Aktivitäten Corona zum Opfer gefallen,
das macht wütend und traurig und erregt unser Missfallen.
natürlich kann man vieles neu planen und manches auch nachholen,
aber traurig sind wir doch und verdrücken ein paar Tränen, ganz verstohlen.
Ich habe in vielen Gesprächen mit anderen Chormitgliedern besonders herausgehört,
dass ihnen unsere Weihnachtsfeier auch sehr fehlen wird,
Es war für uns alle immer ein schöner Jahresabschluss,
dieser Abend verlief immer sehr harmonisch und war in allen Bereichen ein Genuss.
Aber unsere Gebete haben tatsächlich nichts genützt,
mit unseren Wünschen und unser Hoffen sind wir da oben abgeblitzt.
Auch den wilden Tannenbaum werden wir alle vermissen, und zwar sehr,
vielleicht bringt er uns nächstes Jahr wieder zum Lachen, darauf freuen wir uns heute schon umso mehr!
Die Hauptsache ist, wir bleiben alle gesund und der Impfstoff kommt bald,
dann verliert Covid-19 seinen Schrecken und über uns seine Gewalt.

Ein harter „Shutdown“ wurde wieder eingeführt,
alles auf Anfang. so wie es im April schon passiert.
Manchmal denkt man an die Zeit als alles noch in Ordnung war,
nach unserer Jahreshauptversammlung schmeckte allen das Essen noch wunderbar.
Vorher wurden auch dieses Jahr einige Mitglieder geehrt,
ich meine, 70 Jahre Mitgliedschaft, liebe Lisa, die sind es wirklich auch wert.
Noch heute bist du mit gro0er Freude dabei,
du bist und bleibst unser Vorbild, was immer auch sei !
Wenn man bedenkt, du bist 92 Jahr,
kann man nur staunen, das ist uns allen doch klar,
Helga Sennholz ist seit 65 Jahren als Mitglied dabei.
Aus gesundheitlichen Gründen ist es bei ihr mit dem Singen leider vorbei.
Gerd Kneifel, er singt im Tenor und Hans-Hermann Plumhoff im Bass
sind seit 25 Jahren im Chor und Gerd unterhält uns oft mit so manchem Spaß.
Seit 25 Jahren förderndes Mitglied ist für Horst Kassel eine Selbstverständlichkeit,
auch diese Mitglieder gehören zur Chorgemeinschaft, das ist mehr als nur pure Höflichkeit.
Hurra, ein neues Mitglied können wir auch noch erwähnen.
Deinen leckeren Einstand, liebe Sigrun Seibt, ließ wirklich niemand sich nehmen,
Dafür danken wir dir nochmal und wir wünschen uns, dass es Freude dir bringt,
zu unserer Chorgemeinschaft zu gehören, die wirklich mit dem Herzen singt.
Dazu trägt auch Detlef Nietsch einen wirklich großen Teil bei,
er wurde geehrt für 40-jährige Tätigkeit als Chorleiter und wir sind seit 16 Jahren mit dabei.
Er hat mit uns ein bunt gemischtes Repertoire erreicht,
das war natürlich nicht immer sehr leicht.
Wir haben - ziemlich oft – unsere Konzentration fast verloren,
schließlich gehören wir nun mal nicht mehr zu den Junioren.
Wie immer ging am Ende doch alles gut,
das macht uns auch stolz und gibt uns für neues Liedgut frischen Mut!
Dafür geht unser Dank auch an unseren Chorleiter,
solange er den Mut nicht verliert, geht’s auch mit uns immer weiter.

Ich wünsche allen schöne Weihnachten, kommt gut ins neue Jahr
und verliert nicht den Mut, es ist genauso wie beim Singen,
am Ende wird alles gut!
Auch in diesem Jahr haben wir zwei langjährige Mitglieder verloren.
Else Bünger, mit ihr habe ich auch noch einige Jahre zusammen gesungen,
konnte zwar noch am 26. Januar ihren 95. Geburtstag erleben,
verstarb leider am 16. Februar.
Elisabeth Meyer habe ich leider nicht mehr als aktive Sängerin erlebt,
aber ich habe sie bei unseren Jahreshauptversammlungen
und Weihnachtsfeiern kennen lernen können.
Auch sie hat am 18. Februar noch ihren 97. Geburtstag erlebt
und verstarb 10 Tage später am 28. Februar.
Beide waren auch sehr gut miteinander befreundet.
Wenn man – wie sie beide – so ein langes Leben hatte, hat Michael mit den
Zeilen unter den beiden Anzeigen in unseren Mitteilungen,
unbedingt das Treffende ausgesucht, vor allem mit dem Satz:
“Es ist genug, das Leben war schön“.
Ich wünschte, jeder könnte das am Ende von sich sagen.
Viele von uns werden an sie beide sicher oft und gern denken.

Hildegard Deppe, Weihnachten, im Jahr des Covid-19, 2020


Karneval 2021
Ein Jahr ist jetzt schon fast vergangen,
und Corona hält uns noch immer gefangen.
Dieses Wort, man kann es schon nicht mehr hören,
wenn ich könnte, ich würde es am liebsten beschwören,
sich endlich doch von dannen zu machen,
wir Menschen möchten wieder fröhlich sein und endlich wieder lachen.
Dieser Wunsch ist doch wirklich nicht ganz unverschämt,
denn Corona nun mal alles Leben lähmt.
Das darf tatsächlich so nicht weitergeh’n,
wir wollen endlich Licht am Ende des Tunnels seh’n!!!
Doch Karnevalisten wie wir, die lassen’s sich nicht nehmen,
um zu trinken und zu schunkeln, es gibt keinen Grund, sich dafür zu schämen.
Deshalb sei unser Dank heute an Herrn Nietsch gerichtet,
er hat dieses Treffen nämlich kurzfristig angerichtet.

Sind heute leider auch nicht alle dabei,
im nächsten Jahr sind wir hoffentlich wieder frei.
„Hannovera helau“ sagen wir aus vollem Herzen,
dass wir nicht gemeinsam singen können, ist kaum zu verschmerzen.
Doch wir glauben alle fest daran,
Herr Nietsch muss endlich bald wieder ran.
Sicherlich haben wir bis dahin sehr viel vergessen,
und er bekommt viel zu tun, das kann doch jeder ermessen.
Aber er wird es schon schaffen, wie immer wird ihm das wieder gelingen,
deshalb haben wir alle auch große Freude beim Singen!

(© Hildegard Deppe, Februar 2021)